Musikerausflug nach Unterstinkenbrunn

Vor vier Jahren feierte unser Kassier Martin Gaß seinen Geburtstag in seiner Heimat Unterstinkenbrunn mit Familie, der Pittentaler Blasmusik sowie seiner ehemaligen Heimatkapelle der Ortsmusik Unterstinkenbrunn. Da wir anscheinend einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatten, wurden wir von der Ortsmusik eingeladen, heuer den Frühschoppen bei ihrem Fest musikalisch zu umrahmen. Wir verbanden dies gleich mit ein bisschen Kultur und starteten am Samstag in der Früh Richtung Retz, wo wir an einer Führung durch den berühmten Erlebniskeller teilnahmen.

Der Retzer Erlebniskeller ist Österreichs größter historischer Weinkeller. Dieses Jahrhunderte alte Bauwerk ist mit 20 km Gesamtlänge wesentlich dichter und weiter ausgebaut als das oberirdische Straßenverkehrsnetz. Abgesehen von der sehr angenehmen Temperatur war es in dem Labyrinth aus Röhren und Stollen, die in reinen Meeressand gegraben wurden,  mit zahlreichen Weinfässern in allen Größen sehr beeindruckend, aber auch ein bisschen unheimlich, befanden wir uns doch bis zu 20 m unter der Erdoberfläche.

Gestärkt mit einem ausgezeichneten Mittagessen im Gasthaus Bsteh ging es weiter in das Nonseum in Herrnbaumgarten. Es handelt sich dabei um das weltweit einzigartige Museum für grenzgeniale Erfindungen, die keiner braucht. Tatsächlich gibt es das „Denkmal für Lebende“ für unsere Obfrau nur in diesem Museum. Aber auch der ausrollbare Zebrastreifen, ein halbautomatischer Nasenbohrer, das Rettungsfloß für Suppenfliegen und eine stocksteife tote Hose sind sicher einmalige Erfindungen.

Am Abend besichtigten wir dann das Festgelände und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Nachdem wir einen anstrengenden Tag hinter uns, aber auch einen vor uns hatten, begleiteten die meisten unseren Busfahrer Robert noch vor Mitternacht ins Quartier. Nach einer kleinen „Busparty“ fiel so mancher in tiefen Schlaf.

Es war fast unglaublich, aber es erschienen tatsächlich alle pünktlich beim Frühstück und um 10 Uhr begannen wir mit dem Aufbau. Der Frühschoppen verflog wie im Nu. Zahlreiche Tanzpaare und Fans sorgten für beste Stimmung, Jubel und Applaus forderten so einige Zugaben.  Nach knapp 3,5 Stunden Musizieren genossen wir die Bewirtung und machten uns dann erschöpft auf den Heimweg. Einen kurzen Zwischenstopp gab es noch in Leiding für ein Ständchen.


 

 

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